Odenwaldklub
Groß-Zimmern e.V.

wandern mit dem Odenwaldklub

Wassererlebnis und Fachwerk

Wanderung entlang der Gersprenz nach Babenhausen

Das Wichtigste vorweg:

Wann: Sonntag, 12. Februar 2023

Abfahrt: um 10:00 Uhr auf demn Parkplatz vor Belmodi in der Waldstraße 63, Groß-Zimmern zur Bildung von Fahrgemeinschaften
oder
10:15 Uhr: Münster-Altheim, Bahnhof an der B26 für auswärtige Teilnehmer.
Achtung! später als üblich! und anderer Treffpunkt!

Rückfahrt ab Babenhausen ca. 17:00 Uhr

Streckenlängen: 13 km bzw. ca 10 km, zur Auswahl in zwei Gruppen einschließlich des Stadtrundgangs, keine Steigungen.
Stadtbesichtigung mit einheimischen Stadtführern!

Fahrtkosten: Entgelt für Stadtführer und Rückfahrt mit der Bahn nach Altheim: 5 €

Einkehr: nach der Stadtführung im „Ristorante & Hotel Toscanaˮ in Babenhausen

Anmeldung: bis Donnerstag, 09.02.2023 über E-Mail info@odenwaldklub-gross-zimmern.de oder 06071 42440 bei Familie Badior.

Bitte bei der Anmeldung schon angeben, ob direkt nach Altheim gefahren wird oder mit Fahrgemeinschaften ab Belmodi!

Die eigentlich geplante Wanderung im Ostertal musste wegen Straßensperrung verschoben werden. Wir werden sie nachholen. Wir bitten um Verständnis.

Babenhaeuser-StadtmuehleAn der Babenhäuser Stadtmühle


Unser Corona Hygienekonzept, das auf dieser Webseite eingesehen und herunter­geladen werden kann, gilt uneingeschränkt! Die Einhaltung der Regeln ist unabdingbare Vorraus­setzung für die Teil­nahme an der Wanderung. So ist für alle, die selbst Symptome haben oder Kontakte zu Infizierten hatten, die Teil­nahme an der Wanderung nicht möglich.


LangfelsmuehleDie Langfeldsmühle bei Hergeshausen betreibt im Sommer einen schönen Biergarten

Mühlen und Naturschutz
Von den Quellbächen der Gersprenz - Mergbach und Osterbach - bis zu Mündung in den Main bei Stockstadt führt das Wassererlebnisband Gersprenz. In Fortsetzung unseres Weges aus dem Jahr 2020 wandern wir nun durch die nördlich vom Odenwald gelegene Flugsandebene in die Fachwerkstadt Babenhausen.

Wir beginnen am Bahnhof von Altheim am Naturschutzgebiet Kleine Qualle von Hergershausen und passieren die 1692 erbaute Langfeldsmühle. Nicht weit dahinter mündet die von Otzberg kommende Semme in die Gersprenz.

Nach vielen Renaturierungsmaßnahmen hat sich das Gebiet, das neben den beiden schon genannten Gewässern noch von vielen kleineren Gräben durchzogen ist, zu einem reichhaltigen Biotop entwickelt. So sind hier neben dem Biber und den schon obligatorischen Störchen auch viele andere Wasser- und Großvögel wie Kormorane und Reiher heimisch.

KormoranDer Kormoran ist hier neben dem Biber genau so heimisch wie Storch und Reiher.

Kies, Sand und Tonziegel
Entlang der gesamten Gersprenz fällt auf, dass es ungewöhnlich viele Flurnamen mit Ziegelhütte gibt. Eine der ältesten Ziegelhütten in Südhessen war die Markziegelhütte bei Babenhausen. Über die aufgestellten Schautafeln, oder wahlweise über den per QR-Code aufrufbaren Audioguide, erfährt man auch viel Wissenswertes über die mühsame Familienarbeit der Ziegelherstellung vom Abbau des Tons über das Formen der Steine und das abschließende Brennen. Neben richtigen Brennöfen entstanden die Backsteine auch teils durch Feldbrand, der großes Geschick erforderte. Anders als Kies und Sand wurde der Ton nicht über den Wind aus der Rheinebene angeweht sondern entstand durch langsames Absinken feiner Partikel in stillen Gewässern. Rund um die Markziegelhütte kann man noch die durch den Tonabbau entstandenen Vertiefungen erkennen.

Kornfurter-MuehleAn der Kornfurter Mühle fließen Ohlebach und Gersprenz zusammen.

An der Kornfurther Mühle dreht sich heute alles um Pferde. Die erstmals 1359 erwähnte Mühle ist vermutlich die absolut älteste Mühle an der Gersprenz. Die gleichnamige Siedlung Kornfurt soll im 30-jährigen Krieg untergegangen sein. Neben der Pferdezucht beherbergt sie auch eine Tierarztpraxis.

Ein Wehr regelt den Zufluss des Ohlebachs und kann Überschwemmungen verhindern. Besonders imposant ist die neue Fischtreppe, die wandernden Fischen aus dem Main wieder das Laichen am Oberlauf der Gersprenz ermöglichen soll.

Babenhausen
1236 zu ersten Mal erwähnt, war Babenhausen in der Nachkriegszeit wohl hauptsächlich als Garnisonsstadt der amerikanischen Artillerie bekannt. Dem Vorbeifahrenden bot sich das wenig attraktive Bild der Kasernen und allem, was dazu gehört. Doch wenn man sich in die Innenstadt begab, kam man nicht aus dem Staunen über das gut erhaltene Fachwerkensemble heraus. Die Stadt selbst war im Mittelalter durch eine starke Ringmauer mit Türmen geschützt, von denen der Hexenturm, das Wahrzeichen der Stadt, und der Breschturm noch erhalten sind.

Ein Stadtführer wird uns die schönsten Flecken zeigen und die Zusammenhänge der bewegten Geschichte erklären.


GPS-Track zum Download:
Download der Datei "Gersprenz_Altheim-Babenhausen.gpx"
und
Wanderstrecke auf Open-Streetmap-Karte ansehen.

Zum Altstadtrundgang in Babenhausen gibt es auch einen Flyer, der über den nachfolgenden Link als PDF-Datei heruntergeladen werden kann:

Gersprenz-Babenhausen KarteGersprenz-Babenhausen_Karte