OWK auf den Spuren der Waldenser rund um Wembach
Endlich Frühling! So dachten am 08. März 2026, dem diesjährigen Frauentag, 41 Wanderer und besonders viele Wanderinnen und starteten zu einem Rundkurs auf den Höhen um Wembach/Hahn. Drei Gruppen mit den Streckenlängen von 11, 14 und 16 km konnten bei schönstem Sonnenschein und milden Temperaturen durch Wald und Feld wandern und hatten immer wieder herrliche Ausblicke auf den vorderen Odenwald mit Otzberg, Schloss Lichtenberg usw.
Gleichzeitig befand man sich auf den Spuren der Waldenser, über die diverse Hinweistafeln informierten. Die Waldenser, die man als „vorreformatorische“ protestantische Kirche bezeichnen kann, mussten Ende des 17. Jahrhunderts aus dem Piemont fliehen und siedelten sich u.a. in Rohrbach, Wembach und Hahn an. Die nach dem 30jährigen Krieg verwaisten Orte wurden wieder aufgebaut, Ackerland durch Rodungen erschlossen und den Waldenserfamilien zugewiesen.
Die fleißige und gut organisierte Gemeinschaft der Waldenser brachte es zu Wohlstand und dem Land Hessen flossen damit hohe Pachteinkünfte zu. Sie brachten auch die bis dahin hier unbekannte Kartoffel mit. Das war segensreich für den Odenwald nachdem es durch schlechte Getreideernten häufig Hungersnöte gegeben hatte.
Es war dann auch nur folgerichtig, dass am Ende der jeweiligen Wanderungen in der Waldenserhalle in Wembach die Schlussrast stattfand. Kurioserweise kam die 11km-Gruppe zuletzt an, was wohl an längeren Pausen, aber auch am ausgiebigen Singen von Frühlingsliedern gelegen haben könnte… Im Restaurant „da paolo“ wurde ausgiebig und gut geschmaust, ehe es auf die Heimfahrt ging. Auch hier klang dieser gelungene Wandertag noch bei Sonnenschein aus.
Text: Monika Ebert
Fotos: H-J. Badior/N. Kaiser/ M. Maiwald
Blick auf Wembach
Die Wandergruppe der Langstreckler bei der Rast in der Schutzhütte auf dem Heidkopf
Die Wandergruppe der Kurzstreckler in Rohrbach
Die Wandergruppe der Kurzstrecke am Gesundheitsbrünnchen
Die Wandergruppe der Mittelstrecke flott unterwegs
Wandergruppe der Langstreckler vor Rohrbach
oberhalb Rodau